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Der Preis pro Kilogramm ist noch nicht das ganze Angebot.

Zwei Zahlen zu vergleichen geht schnell. Zwei Angebote zu vergleichen braucht ein paar Zeilen mehr, und genau diese Zeilen bestimmen die tatsächlichen Kosten pro Portion.

Der Preis pro Kilogramm ist eine nützliche Angabe. Aber eben nur eine Angabe. Stehen zwei Zahlen nebeneinander und niemand weiß, ob sie für dasselbe Produkt stehen, sagt der Vergleich nichts Brauchbares aus.

Was neben dem Preis zu vergleichen ist

Gleiche Produktart

Die erste Frage ist die langweiligste und zugleich wichtigste: Sprechen wir vom selben Produkt? Verschiedene Produktkategorien verhalten sich in der Küche unterschiedlich, ganz gleich, wie ähnlich sie im Angebot bezeichnet sind.

Vereinbarte Zusammensetzung und Spezifikation

Die Spezifikation macht ein Angebot vergleichbar. Was enthält das Produkt, wie ist es zubereitet, welche Form und welches Stückgewicht hat es. Ohne Spezifikation vergleichen Sie den Preis zweier Unbekannten.

Verpackung

Einheitsgröße, Verpackungsart und Stückzahl pro Einheit wirken sich auf die Küchenarbeit aus und darauf, wie viel Ware Sie auf einmal öffnen müssen. Eine Verpackung, die nicht zu Ihrem Arbeitsrhythmus passt, ist ein Kostenfaktor, der im Angebot nicht sichtbar ist.

Portionsgewicht

Stückgewicht, Stückzahl und Preis pro Kilogramm sind die Grundlage zur Berechnung der Fleischkosten pro Portion. Berücksichtigen Sie zudem die tatsächliche Ausbeute bei Ihrer Zubereitung; die Gesamtkosten des Gerichts umfassen auch weitere Zutaten und Arbeitsaufwand.

Lieferbedingungen

  • Mindestbestellmenge und Lieferhäufigkeit.
  • Bestellfrist und Lieferfenster.
  • Was bei einer Mengenänderung vor der Lieferung gilt.
  • Wie eine Reklamation behandelt wird.

Zubereitung in der eigenen Küche

Wie viel Arbeit das Produkt bei Ihnen erfordert: Reinigen, Formen, Vorbereitung vor dem Service. Arbeitszeit ist ein Kostenfaktor, auch wenn sie nicht auf der Rechnung des Lieferanten steht.

Ergebnis auf dem Teller

Am Ende zählt, wie sich das Produkt bei Ihrer Zubereitungsart bewährt und ob das Ergebnis von Service zu Service wiederholbar ist. Das wird in Ihrer Küche geprüft, nicht in einer Tabelle.

Zwei Dinge, die man loslassen sollte

Erstens: dass günstig automatisch schlecht ist. Ist es nicht. Ein niedrigerer Preis kann an einer anderen Zusammensetzung, einer anderen Verpackung oder einfach an einer anderen Arbeitsweise liegen.

Zweitens: dass teurer automatisch besser ist. Ist es ebenfalls nicht. Ein höherer Preis ist eine Preisangabe, kein Qualitätsbeweis. Der Beweis ist die überprüfbare Spezifikation und das Ergebnis, das Sie auf dem Teller sehen.

Das nützlichste Angebot ist jenes, das Sie zusammen mit der Spezifikation lesen und daraus die Portionskosten berechnen können. Alles andere ist Raten mit genauen Nachkommastellen.

Haben Sie eine konkrete Frage?

Sagen Sie uns, was Ihre Küche braucht, und wir stimmen das Angebot ab.

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